Industrielle Computertomographie
Start
Aktuell
Hardware
Makro-CT
Meso-CT
Metro-CT
Mikro-CT
Nano-CT
Mikroskopie
Software
AI-CT
Lumafield Voyager
phoenix datos|x
Volume Graphics
VOXRAY
X-AID
Termine
Mehr...

Herzlich willkommen bei iCT!

AGB - Datenschutz - Impressum 

Der Begriff "CT" oder "Computertomographie" wird häufig mit dem Bereich der Medizintechnik assoziiert. In der Tat ist die Technik auch in diesem Bereich vielseitig und vor allem hilfreich einsetzbar. Darüber hinaus lässt sie sich jedoch auch – auf anderer Basis natürlich – industriell nutzen. Die technische Umsetzung ist eine andere, das grundsätzliche Funktionsprinzip ist aber gleich.

Das Funktionsprinzip der industriellen Computertomographie ist schnell erklärt: Zwischen einer Strahlenquelle (Röntgenröhre) und dem Detektor wird das zu untersuchende Bauteil platziert.

Prinzip der industriellen Computertomographie

Es wird durchstrahlt und mittels Detektor eine 2D-Projektion aufgenommen. Danach wird das Bauteil durch eine Drehachse  schrittweise um ein Grad oder weniger rotiert und wieder eine Aufnahme gemacht. Durch den Detektor können die Aufnahmen digital abgespeichert werden. Die Entwicklung eines Röntgenfilms ist nicht notwendig. Der entscheidende Unterschied zur Computertomographie in der Medizintechnik ist die Tatsache, dass das Prüfobjekt rotiert wird. Das wäre im Untersuchungssaal nicht vorstellbar, hier rotiert die Röntgentechnik um den Patienten, der möglichst ohne große Bewegungen in der „Röhre“ liegt.

Aus der Vielzahl der während der 360°-Drehung entstandenen Einzelbilder wird am Computer schließlich das 3D-Volumen-Abbild rekonstruiert. Die Qualität der Aufnahme hängt dabei stark von der Anzahl der Winkelschritte und somit von der Anzahl der Einzelbilder (und damit auch von der Prüfdauer) ab. Zusammengefasst lässt sich festhalten, dass mit abnehmendem Drehwinkel eine größere Anzahl an Einzelbildern und eine höhere Genauigkeit einhergeht.

Welche Vorteile bietet die industrielle CT?

  • Zerstörungsfreie Prüfung – das Bauteil bleibt vollständig erhalten.

  • Einblick ins Innere – verborgene Strukturen werden sichtbar, ohne das Bauteil zu öffnen.

  • 3D-Darstellung – Analyse von Innen- und Außengeometrien in einem Datensatz.

  • Präzise Messtechnik – Maße, Form- und Lagetoleranzen können direkt im Volumen geprüft werden.

  • Dokumentation – vollständige digitale Archivierung der Prüfdaten.

Typische Anwendungen

Die industrielle CT wird unter anderem eingesetzt für:

  • Poren- und Lunkeranalyse

  • Riss- und Fehlererkennung

  • Wanddickenanalyse

  • Soll-Ist-Vergleiche mit CAD-Daten

  • Maß- und Geometrieprüfung

  • Baugruppen- und Montagekontrolle

  • Faserverbund- und Faserverlaufsanalyse

  • Reverse Engineering

  • Qualitätskontrolle in Entwicklung und Serienproduktion

Welche Materialien können geprüft werden?

Die CT eignet sich für zahlreiche Werkstoffe, darunter:

  • Aluminium

  • Magnesium

  • Stahl (je nach Bauteildicke)

  • Kunststoffe

  • Faserverbundwerkstoffe (CFK/GFK)

  • Keramik

  • Elektronikbaugruppen

  • Additiv gefertigte Bauteile (3D-Druck)

Für welche Branchen ist die CT wichtig?

Die industrielle Computertomographie wird unter anderem in folgenden Bereichen eingesetzt:

  • Automobilindustrie

  • Luft- und Raumfahrt

  • Medizintechnik

  • Elektrotechnik und Elektronik

  • Kunststofftechnik

  • Gießerei- und Druckgusstechnik

  • Additive Fertigung

  • Maschinenbau