Der Begriff "CT" oder "Computertomographie" wird häufig mit dem Bereich der Medizintechnik assoziiert. In der Tat ist die Technik auch in diesem Bereich vielseitig und vor allem hilfreich einsetzbar. Darüber hinaus lässt sie sich jedoch auch – auf anderer Basis natürlich – industriell nutzen. Die technische Umsetzung ist eine andere, das grundsätzliche Funktionsprinzip ist aber gleich.
Das Funktionsprinzip der industriellen Computertomographie ist schnell erklärt: Zwischen einer Strahlenquelle (Röntgenröhre) und dem Detektor wird das zu untersuchende Bauteil platziert. Es wird durchstrahlt und mittels Detektor eine 2D-Projektion aufgenommen. Danach wird das Bauteil durch eine Drehachse schrittweise um ein Grad oder weniger rotiert und wieder eine Aufnahme gemacht. Durch den Detektor können die Aufnahmen digital abgespeichert werden. Die Entwicklung eines Röntgenfilms ist nicht notwendig. Der entscheidende Unterschied zur Computertomographie in der Medizintechnik ist die Tatsache, dass das Prüfobjekt rotiert wird. Das wäre im Untersuchungssaal nicht vorstellbar, hier rotiert die Röntgentechnik um den Patienten, der möglichst ohne große Bewegungen in der „Röhre“ liegt.
Aus der Vielzahl der während der 360°-Drehung entstandenen Einzelbilder wird am Computer schließlich das 3D-Volumen-Abbild rekonstruiert. Die Qualität der Aufnahme hängt dabei stark von der Anzahl der Winkelschritte und somit von der Anzahl der Einzelbilder (und damit auch von der Prüfdauer) ab. Zusammengefasst lässt sich festhalten, dass mit abnehmendem Drehwinkel eine größere Anzahl an Einzelbildern und eine höhere Genauigkeit einhergeht.
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